Escrima

Escrima ist ein noch relativ junges Waffenkampfsystem, dessen Wurzeln weit in die Geschichte der philippinischen Inselgruppe zurückreichen.

Die traditionellen philippinischen Escrima (auch Arnis de Marno, Kali) Kampfstile verkümmerten im Laufe einer jahrhundertelangen spanischen Besatzungszeit, da sie nur als Folklore getarnt, ausgeübt und weitergegeben werden konnten.

Escrima wurde von Großmeister René Latosa entwickelt.

Er studierte die traditionellen philippinischen Kampfkünste und rationalisierte sie unter funktionellen Gesichtspunkten. Mit seinem englischen Meisterschüler Bill Newman formte er ein System, bei dem Praxistauglichkeit oberste Priorität hatte.

Escrima hat den Ruf einer realistischen und lebendigen Waffenkampfkunst. Es zeichnet sich weniger durch Unmengen von Techniken aus, sondern das ihm konsequent elementare Konzepten zugrunde liegen.

Damit ist eine effiziente Handhabung der unterschiedlichsten Hieb- und Stichwaffen möglich. Alle Waffentechniken und Bewegungsmuster lassen sich problemlos auf die Nutzung von Alltagsgegenständen zur Selbstverteidigung übertragen, und eignen sich darüberhinaus für die waffenlose Anwendung.

Wer lernen will sich mit Waffen gegen Waffen zu verteidigen, für den ist Escrima die beste Wahl.

Escrima verfolgt ein einfaches Konzept: Es ist das Ziel wenig Techniken, mit einem höchstmaß an Perfektion (Balance, Krafteinsatz, Schelligkeit, Fokus, Timing) zu beherrschen. Man könnte auch sagen klasse statt Masse, oder Qualität statt Quantität.